Nicht nur Vorteile - aber BAXI hat das im Griff - Multi-Heat-Kessel als Sieger
Das positive Bild der „Kornenergie“ wird leider durch Probleme bei der Vertrennung getrübt. Der hohe Mineralgehalt von Getreide macht es zum wertvollen Nahrungsmittel, er stört aber beim Verheizen. So ist der Ascheanfall höher als bei Holz. Die Asche hat leider auch einen sehr niedrigen Schmelzpunkt von <800 Grad, daher kann sich im Verbrennungsraum eine glasartige Schlacke bilden. Hier geht es um den Multi-Heat-Kessel - und seine Vorzüge vor den Wettbewerbern.
Obwohl Getreide in Form und Heizwert den Holzpellets vergleichbar ist, eignet sich die vorhandene Verbrennungstechnik für Holzpellets daher nur mit Einschränkungen auch für Getreide. Ein Kesselhersteller empfahl das Beimischen von Getreide zu Holzpellets bis zu einem Anteil von 30 Prozent. Auch bei Hackschnitzelheizungen wird das Zumischen von Getreide erprobt, nicht immer mit positiven Ergebnissen. Nicht nur der Typ der Anlage, sondern auch die Getreideart spielen eine Rolle. Erste Erfahrungen mit reinen Getreideheizungen zeigen, dass die Probleme durch bewegliche, sich selbst reinigende Roste lösbar sind. In Österreich laufen an der Fachhochschule Tulln Versuche mit Kesseln von 12 verschiedenen Herstellern. Auch in Deutschland wird geforscht und erprobt, so z.B. beim Haus Düsse, Versuchsgut der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und Sitz des Zentrums für nachwachsende Rohstoffe in NRW. Bis jetzt konnte allerdings nur eindänischer Kesselhersteller (und das ist BAXI, der Hersteller der Multi-Heat Kessel) nachweisen, dass mit seinem Kessel seit mehreren Monaten problemlos Getreide verheizt wird. Wünschenswert wären Brenner oder Voröfen für Getreide, um bestehende Anlagen kostengünstig umrüsten zu können.
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